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Bericht 2 aus der Zeitschrift:
"Taubenmarkt" Ausgabe 03/2010
von Frank Seumer

Leistung und Schönheit vereint -
SG Fritz, Jörg & Kevin Völlmig

Ein perfektes Team auf dem Taubenschlag, das sind Fritz, Jörg und Kevin Völlmig aus dem Frankenberger Stadtteil Röddenau.

Die Drei-Generationen-Schlaggemeinschaft feierte in den vergangenen Jahren große Erfolge bei Wettflügen und Ausstellungen. "Star des Schlages" ist die Taube mit der Ringnummer 21. Sie war die Standardtäubin bei der Brieftaubenausstellung2008 in Dortmund.


Auch bei den Wettflügen aus der Südostrichtung in der Reisevereinigung Ederberg- und Sauerland und im Regionalverband 455 fliegt sie oft an der Spitze. Außerdem vererbt sie ihre guten Eigenschaften auch an die Nachzucht. Drei Töchter waren ebenfalls bei Ausstellungen und Wettflügen schon ganz vorn mit dabei.


Der Brieftaubensport prägt die Familie Völlmig seit 40 Jahren. Der 70-jährige Opa Fritz schaffte 1969 die ersten Tauben an und hielt sie im Spitzboden des Wohnhauses. 1985 erfolgte die Umquartierung in die benachbarte Scheune. Da sich die Erfolge dort nicht fortsetzten, bauten Fritz und Sohn Jörg Völlmig vor neun Jahren im Garten ein 13 Meter langes Taubenhaus. In sechs luftigen Schlägen und zwei Volieren finden die rund 80 Tiere ideale Bedingungen. Danach ging es wieder bergauf mit den Reiseleistungen. Auch der zwölfjährige Enkel Kevin ist seit Kindesbeinen von den Tauben begeistert: " Erst habe ich immer nur gefüttert, jetzt bin ich voll dabei".


Gereist wird nach der totalen Witwerschaftsmethode. Fritz Völlmig legt Wert auf viel Natur bei der Fütterung. Neben den aus fünf verschiedenen Futtersorten gemischten Körnern gibt es auch häufig frische Karotten oder Grünfutter. Pünktlichkeit wird bei Völlmigs groß geschrieben. Zweimal täglich erhalten die Vögel und Weibchen während der Reisezeit ihren Freiflug. Opa Fritz verbringt im Sommer fast den ganzen Tag im Garten. Dabei hat er auch die Jungtiere und die Zuchttauben immer im Blick. Sohn Jörg und Enkel Kevin helfen bei der Schlagreinigung, bei der Vorbereitung der Wettflüge oder Ausstellungen.


Die Ausstellungstauben für große Schauen müssen als Voraussetzung auch starke Leistungen auf den Flügen vorweisen. An die erfolgreichen Reise- und Ausstellungstauben der Rasse Janssen-De Klak kamen die Züchter aus der nordhessischen Ederseeregion eher zufällig.

 

Vor zwölf Jahren schickte Jörg Völlmig vier Ringe an einen Züchter nahe Karlsruhe, um für seinen Vater braun/weiße Meulemans-Tauben als Geburtstagsgeschenk zu bestellen. Zur gleichen Zeit schickte ein Züchter aus Karlsruhe vier Ringe an Willi Dohmen in Selfkant. Aus bisher ungeklärten Gründen gelangten alle acht Ringe zum Spitzenzüchter Dohmen zwischen Rhein und Maas. Über den Vereinsvorsitzenden Gerhard Pfuhl entstand der Kontakt.


Das postalische Missgeschick erwies sich als wahrer Glücksgriff für die Familie Völlmig. Die vier Jungtauben erzielten Spitzenergebnisse bei den Wettflügen und bilden heute die Basis des Schlages. 1998 erwarben Fritz und Jörg Völlmig zehn Eier von Willi Dohmen. Daraus schlüpfte auch der Vogel mit der Ringnummer 314, der insgesamt 68 Konkurse flog und mehrmals unter den besten Vögeln in der Reisevereinigung war. Drei Mal flog er den ersten Konkurs. Er ist der Vater der Standardtäubin Nr. "21" bei der Deutschen Brieftaubenausstellung 2008 in Dortmund, die selbst mehrere vordere Konkurse flog. Seit 2009 wird sie nur noch zur Zucht eingesetzt.


Vorbereitung auf Ausstellungen:
Viel Fingerspitzengefühl ist bei der Vorbereitung der Tauben auf Ausstellungen gefragt. Fritz Völlmig besitzt hier das richtige Händchen, um die Tiere im Winter auf den Tag genau fit zu machen. Ab Mitte Dezember werden alle Tauben nur noch mit Gerste und fettarmen Futter versorgt. Gut drei Wochen vor der Ausstellung werden die Ausstellungstauben wieder kontinuierlich zugefüttert. Das zweimalige Baden pro Woche gehört auch im Winter zur Voraussetzung für bestes Gefieder. Mit einer ausgetüftelten Mischung von Körnerfutter, Hanf, Sämereien und Erdnüssen bereitet Fritz Völlmig die Tauben auf die Schauen vor.